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huch…

5. Mai 2015

… schon mai? zeit für ein kurzes update! ;)

meiner mutter geht es – den umständen entsprechend – richtig gut. seit februar macht sie die chemotherapie. immer mittwochs muss sie ins krankenhaus, dann bekommt sie ihren gift-cocktail. der rhythmus ist 3 wochen chemo und eine woche pause, das ganze erstmal für 6 monate. nach der ersten chemo haben die nebenwirkungen bereits voll zugeschlagen und es ging ihr echt elend. zum glück haben sie das aber in den griff bekommen – ich denke, sonst hätte sie auch wieder abgebrochen. so aber fühlt sie sich mittwochs schlapp und müde, den rest der woche geht es ihr aber recht gut. sie ist nach irgendwelchen aktivitäten immer noch schnell k.o., was bei 44 kg gewicht aber auch nicht verwunderlich ist. wo soll denn da auch kraft herkommen? was ihr an körperlicher kraft fehlt, macht sie nach wie vor durch mentale stärke wieder wett. ich bewundere sie nach wie vor um ihre gelassenheit; sie ruht in sich selbst, anders kann man es nicht ausdrücken. nächstes wochenende, zu meinem geburtstag, werden wir sie wieder besuchen gehen. geburtstag im kreise der familie feiern, das hatte ich schon lange nicht mehr. aber so eine krankheit rückt vieles nochmals in eine andere perspektive… denn wer weiss, wie oft ich dazu noch gelegenheit habe?

dem mucki geht es auch gut. er ist halt ein typischer dreijähriger: unglaublich süß und unglaublich anstrengend zugleich. anfang des jahres hatten wir eine schlimme phase, wo ich quasi nur noch geschimpft habe… da konnte ich mich selbst nicht leiden :(. dann kam wieder eine phase, in der er total zucker war und jetzt werden wieder massiv grenzen ausgetestet. matschereien am esstisch, “spucken”, absolut nicht hören, verhandeln bis zum geht nicht mehr… uffz. da fällt es mir – je nach tagesform – oft richtig schwer, ruhig zu bleiben. am donnerstag habe ich einen termin mit einer psychologin von der erziehungsberatungsstelle. das ist ein angebot des kindergartens, das ich mal nutze… so richtig “grosse” baustellen haben wir ja nicht, aber ich hätte gerne ein bißchen input, wie ich mit diesem “grenzen austesten” gelassener umgehen kann, ohne das gefühl zu haben, meinem kind immer nur zu drohen ( wenn du nicht…. , dann…. ). bin gespannt, wie das gespräch so läuft. ansonsten macht der mucki seinen weg. seit märz schläft er nun alleine in seinem bett ein. das war gar nicht so geplant, sondern hat sich so ergeben und läuft in 98% der fälle richtig gut. welch eine erleichterung, nicht mehr ewig neben dem kinderbett sitzen zu müssen, bis das kind schläft! wenn er jetzt auch endlich mal durchschlafen würde, wäre es perfekt. :D ebenfalls seit märz geht er jetzt zur logopädin. der wortschatz ist zwar sehr gut, aber die lautbildung aufgrund der grossen zunge eben nicht “normal”. da wird jetzt dran gearbeitet.

und mir? mir geht es eigentlich auch gut. auch wenn ich oft das gefühl habe, in einem hamsterrad zu sein. entweder ich arbeite, doer ich kümmere mich um den haushalt und das kind. vielleicht ist dieses gefühl in den letzten wochen dadurch verstärkt worden, weil ich die teilprojektleitung in einem wichtigen projekt hatte und dadurch sehr unter strom stand. vielleicht wird es ja jetzt besser… letztes wochenende war ich alleine in berlin (also mit kollegen, aber ohne mann und kind), das hat mir gut getan. durchschlafen, zeit für mich haben, mal alleine unterwegs sein – das war richtig gut. vielleicht sollte auch ich darauf achten, mir im alltag ein paar momente mehr für mich zu schaffen, aber irgendwie geht es doch immer wieder unter. mal sehen, ob mir in den nächsten wochen dazu noch ein paar ideen kommen.

und sonst? alles beim alten. :)

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eigentlich…

27. Januar 2015

… wollte ich das vergangene jahr ja mit den üblichen “so war weihnachten” und “jahresrückblick der drölfzigste” beiträgen abschliessen. aber erstens kommt es ja anders und zweitens, als man denkt.

meine mutter litt seit august an permanenten rückenschmerzen. sie hatte das immer wieder mal, da sie eine verkrümmung der wirbelsäule hat und ja auch nicht mehr die jüngste ist, aber meist hörte es nach etwas schonung wieder auf. diesmal jedoch nicht. die schmerzen waren dauerhaft da und verschwanden auch nicht. tagsüber war es meist recht gut zu ertragen, aber die nächste waren hart. im bett liegen war schier nicht mehr möglich, also lief sie. sass am tisch. döste im sitzend im sessel. schmerzmedikamente vertrug sie nicht, davon wurde ihr schlecht und mit der zeit verlor sie über 10kg, was bei einem zierlichen persönchen wie ihr echt dramatisch war – ihr tiefststand lag bei knappen 40kg. natürlich ging sie zu diversen ärzten, ende oktober war sie auch kurz im krankenhaus, wo sie was in den rücken gespritzt bekam, aber letztlich gab es keine diagnose oder erklärung, was diese dauerhaften schmerzen verursachte. ich erzählte es der physiotherapeutin des mucki, die gleichzeitig auch osteopatin ist und sie meinte, dass da bestimmt was vom bauchraum ausstrahlt. wie auch immer, irgendwann kam der hausärztin meiner mutter der hohe gewichtsverlust bedenklich vor, sie ordnete nochmals ein spezielles blutbild und ebenfalls ein ct des bauchraums an. das blutbild ergab grenzwertige tumormarker und auch das ct war nicht so astrein, weshalb für den 19.12. eine bauchspiegelung angesetzt wurde.

der 19.12. kam, die bauchspiegelung kam und verlief erstmal unauffällig. im aufwachraum war aber auf einmal zuviel blut im drainagebeutel, weshalb meine mutter ein 2. mal in den op musste. diesmal wurde ein grosser bauchschnitt gemacht, da die ursache für die blutung gefunden werden musste. und während dieser suche wurden metastasen im bauchfell gefunden und auch so weit wie möglich entfernt. also krebs. das, was man insgeheim geahnt aht, aber von dem man gehofft hat, dass es nicht so ist. meine mutter erfuhr davon erstmal nichts, da sie durch die op und die monate davor so geschwächt war, dass man das nicht direkt sagen wollte. was hätte man auch sagen können? ja, es ist krebs, aber keine ahnung, woher. keine ahnung, wie weiter vorgehen. keine prognose, nichts. mein vater, meine schwester und ich hatten somit ein paar tage vorsprung, um uns damit auseinander zu setzen. nach silvester, mit dem eintreffen der gewebeproben, wurde ihr nun alles gesagt. wirklich überrascht hat es sie nicht, auch sie hat es wohl geahnt. und dann, am 09. januar, hat sie erfahren, dass ihr krebs unheilbar ist. sie hat metastasen in galle, magen, bauchspeicheldrüse und rippenfell. man weiss nach wie vor nicht, wo der eigentlich herd ist, dazu müsste man wieder operieren, aber das will sie nicht. nachdem die letzte op sie schon so aus der bahn geschmissen hat, sagt sie sich, wozu eine op, wenn es doch eh unheilbar ist? verständlich, zumindest für mich. auch eine chemo lehnte sie zunächst ab. nach jahren im ehrenamtlichen krankenhausdienst hat sie oft genug gesehen, wie familien und angehörige unter den möglichen nebenwirkungen leiden; das will sie nicht, sie will die zeit, die sie noch hat, geniessen. nach vielen intensiven gesprächen mit einem befreundeten arzt und mit der onkologie steht nun aber fest, dass eine chemo ihr zumindest noch zeit verschaffen könnte. und das will sie dann doch versuchen, weshalb letzten freitag der port eingesetzt wurde. morgen geht es los. jeden mittwoch eine chemo, drei wochen lang, dann eine woche pause. das ganze sechs mal hintereinander. nach drei mal der nächste grosse check, ob sich der krebs davon beeindrucken lässt. und natürlich hat sie jederzeit die möglichkeit, die therapie abzubrechen, wenn es ihr zu schlecht geht.

es ist schwer, sich mit dem “angesagten” tod eines elternteils auseinandersetzen zu müssen, aber ehrlich gesagt ist es genau ihre unglaubliche stärke, die uns allen weiterhilft. wir gehen nun relativ gelassen und völlig offen mit dem thema um, es wird nichts schön geredet und wir alle tragen ihre entscheidung mit. man kann es nicht anders sagen, aber sie ruht in sich selbst, hat ihren frieden mit der diagnose gemacht. ich hoffe nur, dass sie letzten endes nicht leiden muss. dass sie diesen frieden auch dann noch für sich bewahren kann, wenn es tatsächlich dem ende zu geht.

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ich glaube…

11. November 2014

… ich habe mich in letzter zeit zu oft lautstark darüber gefreut, dass mein kind nicht anfällig für krankheiten ist bzw. arbeitgeberfreundlich nur am wochenende krank ist.

prompt erhalten wir die quittung dafür. es fing an ende september, als wir freunde in kassel besuchten. der mucki hatte husten, aber so what, das kommt vor. im laufe des tages war es allerdings nicht mehr nur husten, sondern massive atemgeräusche beim ausatmen und atemnot. somit sind wir dann in die kinderambulanz gefahren, wo wir auch recht schnell die diagnose “obstruktive bronchitis” erhielten. wir bekamen tropfen zur bronchienweitung, was zum glück auch ganz gut geholfen hat. zuhause bestätigte unser kinderarzt die diagnose, schrieb uns noch cortisonzäpfchen für den notfall auf und meinte schon, dass man beobachten müsse, ob der mucki nun häufiger bei infekten mit einer obstruktiven bronchitis reagiere. vier wochen später war es soweit. sonntag nachmittags hustete der mucki ein wenig, ich machte mir nicht großartig gedanken darüber, darauf folgte dann wieder eine schlaflose nacht mit fieber und kurzatmigkeit. zum glück hatten wir noch von den tropfen, die ich ihm verabreicht habe. am nächsten morgen also zum kinderarzt, die erwartete diagnose abholen und dann spray zum inhalieren bekommen. hach ja, inhalieren. wie denn, wenn das kind angst vor der maske hat? alles erklären, vormachen und bestechen hat nichts genutzt, er wehrt sich mit händen und füssen dagegen. wir haben nun einen trick, wie wir das spray trotzdem in das kind bekommen, auch wenn da bestimmt ein bißchen verlust ist, aber egal, hauptsache, er inhaliert. das war nun vor 1,5 wochen. der mucki blieb eine woche zuhause, dann ging er eine woche in den kindergarten. letzten sonntag fing er wieder an zu husten. und bekam fieber. allerdings blieb diesmal die kurzatmigkeit aus, dafür hatte er einen ganz harten, bellenden husten. der mann ging also gestern mit ihm zum arzt und diesmal lautet die diagnose pseudokrupp. hachjanun. also wieder eine woche die betreuung des kindes organisieren. zum glück hat der mann gerade ein sehr flexibles projekt, bei dem er gut homeoffice machen kann. und ab morgen habe ich sowieso urlaub (den ich mal für mich nutzen wollte *seufz*), insofern ist die betreuung gesichert. aber wenn das nun den ganzen winter so geht, dass wir im wechsel eine woche gesund/ eine woche krank haben, dann bekommen wir echt ein problem. und dazu die angst, dass das ganze eventuell chronisch werden könnte… ich hoffe echt, dass dieser kelch an uns vorüber geht!

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wmdedgt?

5. November 2014

frau bruellen ruft ja monatlich zum tagebuchbloggen auf und heute bin auch ich mal dabei.

was mache ich also den ganzen tag?

der tag beginnt um 5:50 uhr, als der gatte mich im muckizimmer wecken kommt. der mucki war nachts sehr unruhig, weshalb ich irgendwann die aufsteherei satt hatte und drüben geblieben bin. ich husche ins bad, während der gatte nochmal im bett verschwindet. ich putze meine zähne, als plötzlich ein schlaftrunkenes kind in der tür steht und unbedingt sofort bekuschelt werden muss. zum glück kommt der mucki da nach mir und nach ein paar sekunden plappert er schon fröhlich vor sich hin. er spielt, ich wasche und schminke mich, dann schlüpfe ich in die am vorabend bereits hingelegten klamotten. der gatte taucht im bad auf. ich küsse meine beiden männer zum abschied, gehe runter, packe müsli und joghurt in die tasche, schuhe an, jacke gegriffen, ab ins auto. es ist 6:20 uhr. vier minuten später stehe ich konsterniert im stau an der autobahnauffahrt. aber ich habe noch halbwegs glück und rolle ohne grösseren stillstand richtung köln.

um kurz nach sieben sitze ich an meinem schreibtisch. mails und systeme checken, mit dem kollegen quatschen, das erste to do abarbeiten. um acht gehe ich mit meinen chefs in die kantine, kaffee holen. während ich weiter arbeite, frühstücke ich nebenher. der arbeitstag vergeht ausnahmsweise ohne besondere vorkommnisse – nur der fahrstuhl ist kaputt. unsportlich wie ich nunmal bin, schafft mich das gerenne in den vierten stock ganz schön. vielleicht sollte ich die chance nutzen und jetzt immer die treppe nehmen. um halb zwei mache ich feierabend und düse ohne stau richtung heimat.

pünktlich um zwei sitze ich beim frisör. endlich! nach knapp 9 wochen sieht mein verwachsener kurzhaarschnitt wie eine geplatzte matratze aus. 50 entspannte minuten später, bei denen ich mehrmals hätte einschlafen können, gefalle ich mir wieder. die zeit langt noch für einen kurzen stopp im wollladen, dann gehe ich den mucki im kindergarten abholen. zuhause teilen wir uns einen weckmann. der mucki will noch süssigkeiten, aber nach kurzem murren (“menno!”) akzeptiert er mein ruhiges (!!!) und konsequentes nein, ohne sich heulend auf dem boden zu wälzen. überhaupt hatten wir heute einen guten tag ohne gezanke; ich gebe mir aber auch wirklich mühe. wir gucken wimmelbücher, dann sauge ich. anschliessend spielen wir auto, doktor und machen musik mit inbusschlüsseln und knetinstrumenten. gegen 18 uhr beginne ich, den abendbrottisch zu decken, knappe 20 minuten später ist der gatte zuhause und es gibt abendessen. anschliessend gucken wir noch ein paar babyvideos vom mucki, die er grade so spannend findet. um 19:10 uhr gehen wir nach oben, zähne putzen und schlafanzug anziehen. wir quetschen uns zu dritt auf die 80cm matratze im muckizimmer und schauen gemeinsam ein bilderbuch. dann klettert der mucki in sein bett, der gatte macht das licht aus und ich bleibe beim mucki, bis er eingeschlafen ist. natürlich nicke ich dabei auch ein (wie jeden abend). um viertel nach acht gehe ich wieder nach unten, bereite meine sachen für morgen vor und stricke anschliessend noch etwas. um neun gehen wir nach oben – ich lege meine kleider für morgen raus, schminke mich ab und tippe im bett diesen beitrag. jetzt ist es 21:35 uhr und ich werde gleich schlafen – denn dank des bahnstreiks morgen werde ich schon um halb sechs aufstehen, damit ich noch halbwegs gut zur arbeit komme.

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kinder sind…

4. November 2014

… ein spiegel von uns selbst.

zur zeit können wir das mal wieder sehr deutlich beim mucki erleben. er hat nun schon länger eine herausfordernde phase, die vielleicht auch einfach alterstypisch für ein kind im alter von 2 jahren 8 monaten ist. wegen den kleinsten dingen (wie z.b. einer kleinen abgebrochenen ecke an der käsescheibe, der falschen becherfarbe etc) wird herzzereissend geweint und sich auf den boden geschmissen. man bittet ihn gefühlte 100 mal, etwas zu tun oder zulassen, ohne erfolg. es wird immer weiter gemacht. ist man (ich) anfangs noch ruhig und höfflich, wird der ton dann doch mehr und mehr genervt, bis ich ihn schliesslich anbrülle. mein nervenkostüm ist nicht das beste zur zeit, vielleicht liegt es an der permanenten müdigkeit, vielleicht am wetter, vielleicht am sack reis in china, man (ich) weiss es nicht. ich weiss nur, dass es mir an geduld mit meinem kind fehlt. ich habe das gefühl, dass ich nur noch verbiete, nein sage und ihn (laut) anraunze, dass unsere kommunikation nur noch negativ ist. folge von dem ganzen geraunze ist natürlich, dass der mucki auf mehrmaliges nein sagen nun auch auch brüllt. “DOOOOOOCH!” so fett kann ich das gar nicht schreiben, wie er es dann brüllt. und klar, wenn wir brüllen, dann übernimmt er das verhalten natürlich auch. ich bin selbst schuld.

und weil ich nicht möchte, dass wir so miteinander umgehen, bemühe ich mich seit ein paar tagen, ruhig zu bleiben. auch dann, wenn er tobt und grenzen austestet. oder ein nein nicht aktzeptieren möchte. ganz schön anstrengend, dieser eiertanz zwischen grenzen setzen und trotzdem ruhig dabei bleiben. irgendwo habe ich gelesen, dass man dinge positiv formulieren soll, weil sie kindern dann besser im gedächtnis bleiben, aber wie soll man dinge, die er nicht darf, positiv formulieren? wie sagt man dem kind positiv, dass man mal 5 minuten ruhe möchte? ich bin ja eigentlich kein ratgeber freund, aber so ein bißchen hilfe könnte ich grad echt gebrauchen.

:-/

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und dann…

21. Oktober 2014

… gibt es da diese momente, in denen dich dein kind feste umarmt und voller überzeugung “mama ist mein freund” sagt.

<3

h1

erstens…

20. Oktober 2014

… kommt es anders und zweitens, als man denkt.

das hat sich (leider) letzte woche wieder bewahrheitet. ich arbeite ja sowieso nur vier tage die woche, also von montag bis donnerstag. letzte wochen hingegen habe ich auch den donnerstag frei gehabt und der plan war, dass ich donnerstag den haushalt auf vordermann bringe und mir freitag mal einen tag für mich gönne, ohne putzen, wäsche oder sonstigen haushaltskram. soweit die theorie. der donnerstag begann noch planmässig, ich habe den mucki in den kindergarten gefahren, den wocheneinkauf erledigt und dann angefangen, unser bad zu putzen. ich war gerade fertig, so um kurz nach elf, als das telefon klingelte: die kita.  der mucki wäre beim turnen umgeknickt und könne seitdem nicht auftreten, ich solle das doch besser abklären lassen. seufz.

also erstmal das nächstgelegene krankenhaus angerufen, ob ich mit kleinkind zu ihnen in die notaufnahme kommen kann (es gibt da keine kinderstation, deswegen war ich mir unsicher). laut auskunft kein problem, somit haben wir uns immerhin die fahrt in die kinderklinik nach köln gespart. also schnell die handtasche mit trinken, banane und ein paar keksen bestückt und dann den mucki abgeholt. der war munter, konnte aber eben nicht auftreten. dann sind wir ins krankenhaus gefahren, wo wir natürlich nur einen parkplatz relativ weit weg vom eingang bekommen haben. in solchen fällen bin ich dann doch glücklich über meine “rubensfigur”, denn dank ausgeprägter hüfte, kann ich da doch halbwegs das kind abstützen, denn ich bin es ja nicht mehr gewohnt, ein 17kg kind durch die gegend zu tragen. uffz. in der ambulanz durften wir dann 1 stunde lang die zeit totschlagen, was der mucki zum glück mit fassung getragen hat. dann endlich wurden wir aufgerufen und die assistenzärzten untersuchte den fuss. sie ging nur von einer prellung aus, rief aber zur sicherheit noch die oberärztin hinzu. die bestätigte die diagnose und stellte es mir frei, ob ich noch röntgen lasse oder nicht. in 2-3 tagen solle der mucki den fuss wieder belasten, ansonsten müsse man weiter abklären. da das am wochenende gewesen wäre und ich mir montags eine eventuelle rennerei ersparen wollte, habe ich mich für das röntgen entschieden, was zum glück auch problemlos funktionierte. zum glück ohne befund, es blieb also bei der diagnose prellung, zum glück! sehr süss fand ich, dass er für “ausserordentlichen mut und tapferkeit” ein “eis rezept” bekommen hat, dass wir direkt in der krankenhaus cafeteria einlösen konnten.

fussaua

somit wurde aus meinem “tag für mich” freitag ein “munteres, aber fusslahmes kind betüddeln” tag. ich befürchtete das schlimmste, aber wir haben den tag eigentlich ganz gut verbracht. freitag morgen hatte ich noch ein paar besorgungen zu machen. hierfür holte ich dann den seit monaten eingemotteten buggy aus dem keller, um dann festzustellen, dass dieser zu gross für mein neues (kleines) auto ist. mit viel tricksen habe ich ihn noch hinter den fahrersitz klemmen können und somit waren wir morgens ein bißchen unterwegs. bin ich froh, dass wir normal keinen kinderwagen mehr brauchen, ich hatte schon ganz vergessen, wie nervig das aufbauen/ zusammenbauen immer ist. wieder zuhause spielte der mucki friedlich vor sich hin und er hatte auch schnell raus, dass er mit krabbeln ganz gut vorwärts kommt. nachmittags hatten wir noch physiotermin und dank fehlendem mittagsschlaf war der tag dann auch schon um halb acht für den mucki zuende.

samstag waren wir morgens lampen im örtlichen freizeitmarkt kaufen (= autoeinkaufswagenfahren für den mucki) und nachmittags in köln. bei traumwetter waren wir erst in der kaffeerösterei “van dyck” in ehrenfeld, kaffee trinken und kaufen. danach sind wir noch in die südstadt zu unserer lieblingseisdiele “il gelato” und an den rhein, schiffe gucken. also alles sachen, die auch für den mucki nett sind, bei denen er aber nicht viel laufen bzw. wir ihn nicht viel tragen mussten. im laufe des tages haben wir allerdings gemerkt, dass der mucki schon ab und zu den fuss belastete, wenn er nicht daran dachte.

sonntag haben wir dann den mucki ermutigt, zu laufen und das klappte dann auch ganz gut. natürlich schon er noch und wir haben ihn bei unserem sonntagsausflug auch immer wieder getragen, aber nachmittags konnte er auf der terrasse schon ohne probleme laufrad fahren und er ist von alleine mehr gelaufen, als gekrabbelt, ohne dass wir ihn dazu ermutigt haben. ich denke, er wird das noch eine zeitlang spüren, aber wenigstens kann er wieder laufen.

und ich bin mal gespannt, wann ich nun tatsächlich mal einen tag für mich habe ;).
(aber immerhin, arbeitgeberfreundliches kind, wird hauptsächlich an den wochenenden oder mamas freien tagen krank)

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